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MPU wegen Drogen bestehen: Vorbereitung von einer ehemaligen Gutachterin

MPU wegen Drogen heißt in den allermeisten Fällen: ohne lückenlos dokumentierte Abstinenz kein positives Gutachten. Ich habe knapp 13 Jahre an einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle gearbeitet und über 8.000 MPU-Gutachten selbst erstellt. Ich kenne diese Fragestellung von der anderen Seite des Schreibtischs.

Auf dieser Seite steht, wann die Behörde eine Drogen-MPU anordnet, wie der Untersuchungstag abläuft, womit Sie bei den Kosten rechnen müssen und woran die meisten scheitern.

Wann eine MPU wegen Drogen angeordnet wird

Anlass ist meist ein Nachweis bei einer Verkehrskontrolle oder ein Verfahren, von dem die Fahrerlaubnisbehörde Kenntnis erhält. Bei harten Drogen wie Kokain, Amphetaminen oder Opiaten genügt dafür in der Regel bereits ein einziger belegter Konsum, auch ohne Fahrt unter Einfluss. Die Behörde will dann wissen, ob künftig mit einer Verkehrsteilnahme unter Betäubungsmitteln zu rechnen ist. Beim THC-Nachweis fällt die Bewertung weniger eindeutig aus und hängt stark vom Einzelfall ab.

Ein Erstvergehen mit Drogen ändert daran meist wenig, und Ersttäter fragen deshalb oft, warum trotz einmaliger Auffälligkeit dieselben Nachweise verlangt werden. Entscheidend ist, was in Ihrer Akte steht: welcher Stoff, welche Menge, welcher Zeitraum und welche Angaben Sie damals gemacht haben. Deshalb schaue ich bei einer MPU bei Drogen zuerst dort hinein. Mehr dazu unter MPU beim ersten Mal bestehen.

Der Ablauf der MPU bei Drogen im Detail

Der Untersuchungstag bei den Begutachtungsstellen besteht aus drei Teilen, die alle bestanden sein müssen.

  • Ärztliche Untersuchung. Konsumvorgeschichte, körperlicher Befund, Blutwerte. Geprüft wird auch, ob Ihre Schilderung dazu passt.
  • Leistungstest am Rechner. Reaktions- und Konzentrationsaufgaben unter Zeitdruck.
  • Psychologisches Gespräch. Der längste und der entscheidende Teil. Es geht um Ihren Konsum, die Auslöser und alles, was Sie seither verändert haben.

Dazu kommt der Drogentest bei der MPU: Am Untersuchungstag wird in der Regel eine Urinprobe unter Sicht abgegeben, geprüft auf üblicherweise fünf Substanzgruppen, nämlich Cannabinoide, Opiate, Amphetamine und deren Derivate, Kokain sowie Benzodiazepine. Bei einer Opiat-Vorgeschichte kommen Substitutionsmittel hinzu.

Was die MPU wegen Drogen kostet

Wer fragt, was eine MPU wegen Drogen kostet, meint meist die Gebühr der Begutachtungsstelle. Als grober Anhaltspunkt liegt sie zwischen 350 und 750 Euro, je nach Fragestellung der Behörde, bei Drogen eher im oberen Bereich. Die Stellen rechnen unterschiedlich ab. Verbindlich ist immer die Auskunft der Stelle, bei der Sie den Termin buchen.

Der größere Posten sind die Abstinenznachweise, denn die laufen über Monate und werden je Probe abgerechnet. Was dabei zusammenkommt, hängt von der Zahl der Proben und vom Labor ab. Diese Rechnung mache ich mit Ihnen im Erstgespräch konkret auf, bevor das Programm startet.

Wie lange die Vorbereitung dauert

Die MPU-Vorbereitung selbst dauert im Schnitt 6 bis 12 Wochen. Wie lange eine MPU wegen Drogen insgesamt dauert, entscheidet sich aber nicht daran, sondern am Abstinenzzeitraum. Verlangt werden je nach Vorgeschichte in der Regel sechs oder zwölf Monate belegter Abstinenz, und der Untersuchungstermin richtet sich nach deren Ende.

Daraus folgt das Wichtigste für Ihre Planung: Der Nachweiszeitraum beginnt erst mit der Anmeldung in einem geeigneten Programm. Jeder Monat, den Sie damit warten, hängt hinten dran. Ob in Ihrem Fall überhaupt Abstinenz verlangt wird und über welchen Zeitraum, klären wir zuerst, siehe ohne Abstinenz zur MPU.

Abstinenznachweis: Haaranalyse oder Urinscreening

Beim Urinscreening werden über zwölf Monate üblicherweise sechs Proben abgegeben, jeweils kurzfristig einbestellt. Bei der Haaranalyse sind es im selben Zeitraum vier Analysen im Abstand von etwa drei Monaten. Beides muss in einem akkreditierten Labor nach forensischen Vorgaben laufen, sonst erkennt die Begutachtungsstelle die Nachweise nicht an.

Die Haaranalyse verlangt ausreichend langes Kopfhaar, meist mindestens drei Zentimeter. Beim Urinscreening wird zusätzlich der Kreatininwert bestimmt: Er zeigt, ob eine Probe durch übermäßiges Trinken verdünnt wurde, und eine verwässerte Probe fällt aus der Wertung.

Oft kommt hier die Frage, wie lange Kokain im Blut nachweisbar ist. Für die MPU ist das die falsche Frage. Kokain ist im Blut in der Regel nur kurz nachweisbar, seine Abbauprodukte je nach Konsummuster im Urin länger, und die Haaranalyse bildet Monate ab. Bewertet wird aber kein einzelnes Nachweisfenster, sondern ein durchgehend belegter Zeitraum.

Die häufigsten Gründe fürs Durchfallen

  • Zu kurzer Nachweiszeitraum. Sechs Monate gebracht, zwölf wären nötig gewesen. Das lässt sich am Untersuchungstag nicht mehr reparieren.
  • Formfehler im Programm. Ein nicht akkreditiertes Labor oder eine versäumte Probenabgabe unterbricht den Zeitraum, und er beginnt von vorn.
  • Die Erzählung passt nicht zur Akte. Wer den Konsum kleiner darstellt, als er dokumentiert ist, verliert die Glaubwürdigkeit für das gesamte Gespräch.
  • Auswendig gelernte Antworten. Gutachterinnen und Gutachter hören das sofort. Welche Fragen dahinterstecken, steht unter Fragetechniken der Gutachter.

Wenn Sie bereits ein negatives Gutachten haben, steht darin, was bemängelt wurde. Genau daran arbeiten wir zuerst, siehe bei der MPU durchgefallen.

Vorbereitung mit mir

Am Anfang steht ein kostenloses Erstgespräch von etwa 20 Minuten, per Video oder Telefon. Sie schildern Ihren Fall, ich sage Ihnen, welche Nachweise Sie brauchen und wann Sie damit beginnen sollten. Danach entscheiden Sie in Ruhe.

Unverbindlich und vertraulich. Als Diplom-Psychologin unterliege ich der Schweigepflicht.

Unsicher, was in Ihrem Fall gilt?

Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir Ihren Anlass ein und sagen Ihnen, welche Nachweise Sie wirklich brauchen. Unverbindlich und vertraulich.